Rückenschule

Die Rückenschule ist ein Training zur Prävention oder Behandlung von Rückenschmerzen mit dem Ziel, die Rückengesundheit zu fördern und zu verhindern, dass die Schmerzen chronisch werden. Je nach Konzept enthält die Rückenschule verschiedene Elemente wie beispielsweise Schulung von rückenfreundlichen Haltungs- und Bewegungsabläufen sowie der Körperwahrnehmung, Übungen zur Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur oder Wissensvermittlung.

Grundlagen

Grundsätzlich stützen gut trainierte tiefe Bauch- und Rückenmuskeln die Wirbelsäule und entlasten die Bandscheiben, die sich zwischen den einzelnen Wirbeln befinden. Die Bandscheiben gewährleisten die Beweglichkeit der Wirbelsäule und fungieren als Stossdämpfer zwischen den Wirbelkörpern. Beim Heben von Lasten werden sowohl Rückenmuskeln als auch Bandscheiben beansprucht, was für gesunde Bandscheiben nicht schädlich, sondern bis zu einem gewissen Grad sogar notwendig ist. Die Ursache von Rückenbeschwerden liegt häufig in einer schwachen Rückenmuskulatur. Eine solche Muskulatur kann die Wirbelsäule nicht stabilisieren. Zudem nimmt der Körper bei Schmerzen eine Schonhaltung ein, wodurch bestimmte Muskeln weniger beansprucht und dadurch noch schwächer werden. Ein Krafttraining zur Prävention oder Therapie von Rückenbeschwerden baut die Muskulatur auf und bewirkt, dass die Wirbelsäule beweglich und die Bandscheiben elastisch bleiben.

Herkunft

Die erste Rückenschule („Svenska Ryggskola“) wurde 1969 von der Physiotherapeutin Marianne Zachrisson-Forssell im Danderyd Hospital in Stockholm gegründet. In den folgenden Jahren entwickelten sich hauptsächlich in Nordamerika sowie in Nord- und Mitteleuropa viele unterschiedliche Rückenschulprogramme, die sowohl hinsichtlich Teilnehmerzahl, Umfang des Trainings und Einbezug von psychologischen Methoden stark voneinander abweichen. Zudem basieren die Programme auf unterschiedlichen Herangehensweisen: Es existieren medizinisch-funktionelle, medizinisch-psychologische, sportpädagogische sowie biomechanisch-funktionelle Ansätze, das heisst, die Ursachen für die Beschwerden werden in unterschiedlichen Bereichen vermutet. In Deutschland schlossen sich 2004 neun Rückenschulverbände zur Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) zusammen. In diesem Rahmen wurde das Konzept der „Neuen Rückenschule“ entwickelt, dem ein bio-psycho-sozialer Ansatz zugrunde liegt.

Zielgruppe

Rückenschulkurse richten sich mit ihren Inhalten an Personen, die vorbeugend etwas für ihren Rücken tun möchten oder an Rückenpatienten, die nach abgeschlossener medizinischer Behandlung keinen Rückfall erleiden möchten, ihren Rücken jedoch wieder ohne Einschränkungen belasten dürfen.

Anforderungen

Präsenz 100h

Selbststudium 90h

Berufspraxis 50h

Krankenversicherungen

Folgende Krankenversicherungen unterstützen die Methode «Rückenschule» mit einem finanziellen Beitrag.
Informationen zu den Gesundheitsförderungsbeiträgen der Krankenversicherer finden Sie hier.

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